Tagebuch eines Abteilungsleiters

Hier verarbeite ich meine Erfahrungen aus der Arbeitswelt (Abteilung Ellenbogengesellschaft) vom ersten Tag an. All die schönen Ereignisse, Intrigen und Problemchen die so anfallen wenn man frisch und unverhofft einen Haufen Untergebene bekommt die selbst gerne Chef wären.

Donnerstag, März 30, 2006

Alles nicht mehr mein Problem

Erstmal schönen Dank für eure Worte, es ist schon ein Unterschied wenn man unbedauert abtreten muss oder mit aufmunternden Worten - auch wenn ihr natürlich nur die meinige Sicht der Firma kennengelernt habt, die - trotz aller Beteuerungen meinerseits bezüglich des Wahrheitsgehaltes - nur meine subjektiven Eindrücke wiederspiegelt.

Irgendwie bin ich aber auch froh da raus zu kommen - kurz bevor man sich von mir getrennt hat habe ich wieder die Worte "Investitionsstopp" im Protokoll des Montagsmeetings gelesen ... und das bei den Arbeiten die noch anstehen, als da wären
  • Backup-Zeiten von fast 6 Stunden verringern -am günstigsten wäre ein 2. Bandlaufwerk für fast 5000€ von Dell, gefolgt von einer Backup-to-Disc-Lösung für keine Ahnung wie teuer.
  • Digitales Diktat & Spracherkennung einführen - bei Nutzung von Dragon Naturally Speaking zzgl. Server-Workflow von Winscribe, 4voice und wie die alle heißen. Kostenpunkt etwa 200.000,-€ über einen Zeitraum von 2 Jahren
  • Handy-Applikation/Portal für Kundenaquise und Serviceleistungen sowie weitervermittlung von Diensten von Partnerfirmen - schätze mal 15000€, aber unsere Firma wills wahrscheinlich für 1500€. Lastenheft und Konzept schon erstellt, also konnte ich gefahrlos entlassen werden
  • Internes Wissensportal - Wikimedia (oder Mediawiki?) auf einen Server drauf, fertig. Schafft Root aber auch problemlos alleine wenn Veteran seinen Babbel hält. Kosten: 0€ zzgl. einem internen Serverchen
  • "Spezial-Anwendungen" für individuelle Erwerbsträger. Nicht alle sind happy mit den Thin Clients und man kann auch nicht alles einfach so auf den Anwendungsservern installieren. Aber einige Software wird vehement verlangt, also muss ne Möglichkeit gefunden werden. Veteran meint eigenen Server reinstellen, ich würde VMWare nehmen. Davon hält er aber nix (kennt er nicht, also scheisse), ist aber nicht mehr mein Bier.
  • Auslaufende Leasing-Geräte. Erstmal herausfinden was ausläuft, dann wo die mittlerweile herumstehen, dann entweder übernehmen oder durch neues Zeugs ersetzen (Thin Clients natürlich). Das ist übrigens ne Aufgabe bei der ich heilfroh bin nichts mehr damit zu tun zu haben. Das ist wieder nur elendiges Vertragsdurchwühlen, Rumtelefonieren, Kalkulationen erstellen, mir FiBu streiten .... nein danke. Kostet natürlich wieder Geld zuzüglich zu den neuen Filialausstattungen, hehehe... insofern hat die Laufzeit der Thin Clients von 10 Jahren im Vergleich zu den 3 Jahren eines PCs durchaus attraktive Aspekte.
  • Exchange Server. Sauteuer und sauviel Arbeit. Erstmal Exchange, dann Server, dann Clients Lizenzen, dann eigene Firewall und mehr (der Server darf sich nicht innerhalb vom VPN verstecken, der muss von außen erreichbar sein), dann Umzug der alten Emails die gesichert werden sollen ... schätze mal 50000€ mindestens
  • uvm...
Und das alles bei Investitionsstopp, hehehehe ...
Viel Spaß Frau Authority und Herr Veteran. :P


Achja, ich hole erst mal 6 Monate Schlaf nach und faulenze und zocke wie alle Arbeitslosen.
Heute muss ich mich aber mal langsam ranmachen und die Diplomarbeit eines Freundes Korrekturlesen - mal was interessanteres als Leasingverträge.

Samstag, März 25, 2006

Der Untergang

Tja, gestern flatterte mir die Kündigung entgegen.

Kam nicht wirklich überraschend, auch wenn man sich Mühe gab, mich zu überrumpeln.

Ein Anruf, Herr Frischling kommen Sie bitte mal nach oben, das übliche Sie-müssen-leider-gehen-obwohl-wir-sie-schätzen und die-Entscheidung-fiel-uns-schwer Gesülze, wieder runter ins Büro zum Sachen packen wo schon alle meine Rechnerzugänge entfernt wurden.
Padawan meinte, Root und Veteran wurden schon vorab gebrieft - ein Stück Organisation das in unserem Laden ausnahmsweise ganz gut funktioniert (ich durfte ja selber jemanden aussperren, weil derjenige sich disqualifiziert hat indem er versuchte nach Dienstschluss knackige Teeny-Boys in seiner Filiale zu vernaschen).

Und da in meinem Vertrag 14 Tage Kündigungsfrist sind und die 6 Monate in 14 Tagen um sein werden muss man kein Genie sein um zu erahnen was kommt, vor allem wenn Schefe einen nur noch ansieht wie einen toten Fisch.
Ich verabschiedete mich noch von den Mädels auf unserer Etage für die das auch recht plötzlich kam, deutete noch an, das Schefe die Möglichkeit einer generellen Gehaltserhöhung in Betracht gezogen habe (wenn auch mit sichtbaren Widerwillen - er hat nichteinmal das Wort erwähnt), unterschrieb einen Wisch in dem ich versicherte nix geklaut zu haben, gab Root noch ein paar Tipps und verschwand mit Padawan zum Abschiedsessen.

Praktikant Padawan bekommt übrigens für die gesamte Praktikumszeit keinen Müden Euro - bloß leere Versprechungen von Authority die er eh nicht in Anspruch nehmen wird.
Trotzdem meint er, die "Erfahrungen" die er bei uns sammeln konnte seien sehr wertvoll und das Praktikum habe sich gelohnt.
Immerhin ist er sich jetzt totsicher, dass er:
  1. Auf gar keinen Fall Abteilungsleiter werden will
  2. Auf gar keinen Fall bei dieser Firma arbeiten will
Und ich selbst kann von mir behaupten, dass ich genau die gleichen Erfahrungen gemacht habe.

Und was nahm ich sonst noch mit ?
  • Ok, das jämmerliche Gehalt von 2500€ brutto, macht etwa 1500€ nach Abzug der Steuern (natürlich kein Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Spesen - nichtmal Geld für die Parkuhr).
  • Einen Haufen Kontakte zu diversen Anbietern.
  • Oberflächliche Kenntnisse über Datev Software, Terminal-Server-Softwaresysteme, Server-Hardware, Netzwerke, Office-Programmierung (ernsthaft), VPNs, Telefonie, usw.
  • Tiefere Kenntnisse in Vertragsabwicklung, Verhandlung, Projektmanagement (wenn man mich nicht dauernd unterbräche), Leasing, Lieferanten beschwichtigen, Lizenzrecht, Buchprüfung (oder wie nennt man das wenn man Verträge durchforstet um rauszufinden das man beschissen wurde?)
  • Experten-Erfahrungen in Anschisse abholen, vor Externen als Idiot dargestellt zu werden (danke Schlips), vom Rechnungswesen gebremst zu werden und natürlich Personaldynamik - schon faszinierend zu sehen wie durch die Hinzunahme einer einzigen Person die Stimmung einer Abteilung gegen Null sinkt (Dass Veteran gegen Ende auch noch anfing gegen Üzgül zu hetzen brachte sogar mich in Rage, worauf ich erst mal ein ernstes Wörtchen mit dem Sack wechselte).
Fazit: Alptraum vorbei, ab in Urlaub.
Zum Glück sieht der IT-Markt gerade recht prächtig aus - und mein Zeugnis darf ich mir auch selber schreiben (was mal wieder zeigt was sowas Wert ist).

Montag, März 20, 2006

Mehr Mitarbeiter = mehr Stress ?

Also, wenn irgendeiner in meiner Firma außer mir die Fähigkeit hat mit suboptimalen Entscheidungen für Unheil zu sorgen, dann Frau Authority, die Personalchefin.

Erstmal hat die natürlich mich eingestellt und zum Abteilungsleiter gemacht (Inwieweit das ein Fehler war sei mal dahingestellt). Vor mir kam Siegfried, der - laut Schefe und Üzgül - anscheinend unter Paranoia litt (und mich anfangs damit auch ansteckte). Davor kam Herr Schuldig, der nix dokumentierte, anscheinend mit befreundeten Lieferanten kungelte und alle DAUs wie DAUs behandelte.

Jetzt kommt Veteran,
  • der mit seinem endlosen Gelaber Root vom programmieren abhält (Padawan, Root und Veteran teilen sich ein Büro, während ich mit Üzgül zusammensitze),
  • der in Abwesenheit von Root oder Padawan entweder Üzgül oder mich über seine Weisheit belehrt,
  • in Abwesenheit aller (oder bei Sitzplatzbindung) mit sich selbst spricht,
  • sich vor jeder Arbeit, die langweilig oder unattraktiv aussieht, drückt,
  • aktiv andere bei der Arbeit behindert,
  • nichts tut ohne Auftragsbestätigung der Vorgesetzten in doppelter Ausführung,
  • mich nicht zu seinen Vorgesetzen zählt (womit er auf lange Sicht recht haben könnte),
  • den tieferen Sinn der Klobürste nicht kennt,
  • sich beim Oberboss einschleimt als ob der Himmel im Arsch wäre,
  • teilweise so arrogant daherkommt als ob er Diplom hätte und nicht wir (hah, die Hochnäsigkeit sei mir gegönnt!),
  • fortwährend betont dass er sich nicht von irgendwelchen Firmen ausnutzen lässt (ok, vernünftig, leider läßt er sich so aber nichtmal nutzen)
  • dauernd meckert wie unoptimal doch alles hier sei,
  • und bei all seinem Gemotze keinen Vorschlag macht den er auch bereit ist durchzuführen.
So, das musste raus.
Wenn der IT-Chef wird dann bin ich mal gespannt was danach kommt.

Heute machte sich Üzgül mit Hilfe von Padawan daran, alte Rechnungen und Verträge durchzugehen um wenigstens ansatzweise sowas wie ein Inventar zusammenzustellen.
Veteran warf hilfreich ein, dass das doch Quatsch sei Padawan, der eh bald weg sei, da einzuspannen, da man dieses und jenes machen solle (wozu er aber nicht ohne Entscheidung von oben bereit wäre das zu tun) und ausserdem sei das ja eh Quatsch weil bla...
Irgendwann reichte mir das und ich fragte leicht erbost nach wieso er jetzt auch noch Üzgül von der Arbeit abhalten wolle, ein Einwand den er mit einer abfälligen Handbewegung väterlich beiseite schob.
Als eine Viertelstunde später Frau Authority eintrat um ein Projekt zu besprechen (sie vertritt die IT-Abteilung jetzt in den montäglichen Meetings) und explizit Padawan bat, Üzgül bei der Inventur zu helfen, konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen.

Stellte sich später heraus, dass Üzgül Frau Authority genau deshalb runtergebeten hat. Vieleicht sollte ich auch öfters petzen...

Samstag, März 18, 2006

Woche rum

Der Rest der Woche verlief mehr oder weniger normal (was hier schon normal heißt) und selbst ein klärendes Gespräch mit Frau Authority brachte keine Aufklärung wie es nun weitergehen soll.

Also verbringe ich meine Zeit damit die üblichen Projekte weiterzutreiben währen ich Root und Veteran mit der Administration alleine lasse.
Padawan selbst hatte auch ein privates Gespräch mit Frau Authority in dem er recht deutlich gemacht hat, dass wenn Veteran Abteilungsleiter werden sollte, er sein Zeugnis nicht von ihm haben will, da er sich überhaupt nicht mit ihm versteht und nicht glaubt das er da was vernünftiges reinschreibt.

Ansonsten zahlen sich so langsam die verschiedenen Kontakte aus: Padawan forscht für die Postabteilung nach Kouvertier- und Briefeintütmaschinen und ich hatte ne nahegelegene Firma parat, die wir kurzerhand persönlich besuchten (wir wollten von denen sowieso Drucker haben).
Witzig: in fast allen Räumen und im Empfang waren Großbildschirme oder Projektoren die die Vertreter meiner Firma (Frischling und Padawan) ankündigten.
Klar, keine technische Großtat, aber es fiel auf. :)

Und zum Thema Veteran:
Ich beschreib ihn mal so: Kennt ihr die Art von Person, die eine saufreundliche Telefonstimme haben während die Augen verdrehen, Vogel zeigen und den Support-Anrufe für wertlose Maden halten ?
Die einen Tonfall drauf haben, der unabhängig von den Worten entweder sagt "deren Schuld, was hab ich damit zu tun?" oder "Sind die alle bescheuert?", zumindest so lange bis jemand ausserhalb der "Eingeweihten" ins Büro kommt ?
Paart das mit einer Consulter-Attitüde und fertig ist der Veteran.
Studenteninkompatibel, was Padawans Reaktion erklärt.

Montag, März 13, 2006

www.jobsuche.de

Au weia, die Cebit war ein Fiasco.
Hab es tatsächlich geschafft den Wecker falsch zu stellen so dass ich den Zeitpunkt der Abfahrt verpasst habe und per ICE fahren musste, während der Rest - Padawan und Veteran - mit Schefe im Wagen fuhren. Lohnt kaum zu erwähnen das Schefe stinksauer war, während Veteran über diesen Klops spürbar froh war.
Padawan meinte anschließend, dass Veteran keine Gelegenheit auslies, Schefes Arsch rein- und rauszukriechen.
Padawan meinte anschließend außerdem, das unser Herr und Meister Andeutungen machte, die www.monster.de zu einer wieder interessanten Lektüre machen könnten.

Es verspricht sich von selbst, dass ich diesen Montag äußerst pünktlich zur Arbeit erschien.
Zumindest früh genug, um noch vor den allwöchtenlichem Meeting zu einem privaten Gespräch zu Herrn Schefe geladen zu werden, in der zum Ausdruck brachte, dass ich mit dem Job des Abteilungsleiters wohl überfordert sei (habs bis dahin ja nur vermutet).
Naja, konnte ihm da kaum wiedersprechen - andererseits, wer nen Programmierer einstellt und dem eine Abteilung unterstellt in der nicht programmiert wird ...
Aber er tat es ganz lieb, er gab mir wirklich das Gefühl das er mich behalten möchte ohne tatsächlich zu sagen, dass er das nicht tun wird.

Aber wie auch immer meine Karriere in dem Laden aussehen wird, den Leiterjob bin ich höchstwahrscheinlich los und zwar an - Überraschung - Veteran.

Da stellt sich wieder die alte Frage mit welcher Absicht der Mann eingestellt wurde - und vor allem hinter meinem Rücken (und warum er uns von Frau Authority mit den beruhigenden Worten "keine Sorge, keiner muss sich um seinen Job fürchten" vorgestellt wurde). Ich vermute, die Geschichte war gelaufen als er auf einmal in unserer Abteilung stand und meine Verspätungsaktion hat das nur erleichtert.

Aber bevor ihr denkt ab jetzt wirds langweilig: Nix da, jetzt kommen die erst die Szenen wie mir nach und nach die Leute nicht mehr in die Augen sehen werden.

Dienstag, März 07, 2006

Messebesuchplanungsmethodenverbesserungsversuche

Ich verstehe wirklich nicht, wieso man für einen blöden Messebesuch so ein Tamtam veranstaltet.
Selbst Frau Authority mischt sich ein meine Cebit Karten- und Anreiseplanung ein mit dem Ergebnis, dass wir mit Schefe im Wagen fahren dürfen.
Toll, wenn Schefe kein Bock mehr hat dürfen wir hinterher trotten - nix mit Pflichttermine absolvieren und anschließend Freilauf.
Dann versucht die schon wieder eine erhellende Zeichnung anzufertigen um herauszufinden wieviele Karten wir tatsächlich haben - und scheitert daran, dass ein Partner Karten nachgereicht hat, einige zur Abholung bereitliegen, einige zugesagt aber noch in der Post sind und einige im Zuge einer Einladung vergeben werden.
Prompt plant Sie in meiner Abwesenheit meine Mitarbeiter an Tagen ein, an denen die ursprünglich nicht wollten und überbucht das tatsächlich vorhandene Kontigent, obwohl Sie genau das vorher angemahnt hat. Aaaargh!

In der Besprechung dazu hat sie uns auch glasklar gesagt, dass wir uns Sachen anschauen sollen die für die Firma interessant sind (toller Tipp, wär ich nie drauf gekommen).
Bei der Gelegenheit frage ich auch an, ob meine Kollegen, die am Sonntag zur Cebit reisen, dafür einen freien Tag bekommen (haben eh alle Überstunden ohne Ende, aber was solls). Dafür gabs die patzige Gegenfrage "Wie, Freizeit dafür dass Sie die Messe besuchen dürfen?".
Ich hab ihr dann erstmal erklärt, dass meine Leute einen freien Tag opfern und sich Produkte für die Firma angucken, die die sonst im Leben nicht interessieren würde und außerdem Termine mit eventuellen Geschäftspartnern absolvieren. Irgendwie habe ich das Gefühl, die verwechselt die Cebit mit der Hobbytronic oder der E3.

Freitag, März 03, 2006

Trampen zur Cebit ?

Unser Neuer ist kompetent und erfahren, keine Frage. Und er ist kein nachgiebiges Weichei, wenns darum geht mit Vertrieblern zu handeln - worin er anscheinend auch erfahren ist.
Er hat auch ziemlich klare Vorstellungen davon, was eine Firma von einem Mitarbeiter verlangen sollte und was nicht - was in diesem Fall konkret bedeutet, dass wenn die Firma schon will dass wir auf der CeBit nach neuen nützlichen Produkten suchen, wir gefälligst auch die ICE-Tickets spendiert bekommen sollten.
Man ahnt es schon: Investitionsantrag abgelehnt.
Herr Veteran hat es auch rundum abgelehnt, uns mit seinem Privatwagen hinzufahren - eine Haltung die er finanziell begründete und mit der Einstellung eines Vollblutgewerkschafters (Die Firma will das wir was für sie tun? Dann sollen die erst was für uns tun!) vertrat.
Falls wir jemals einen Betriebsrat bekommen, dann weiß ich wer das organisieren wird.

Ich meine es ist noch zu früh um mir ein gutes Bild von ihm zu machen, aber ich hoffe schwer, dass seine - hmm - Charakterstärke sich nicht an unpassenden Stellen äußern wird. Möcht mal wissen was der für negative Erfahrungen alles durchgemacht hat.

Zur CeBit müssen wir aber trotzdem nicht laufen - ich konnte noch irgendwie einen Firmenwagen organisieren, mit dem wir dann in einer vielstündigen Autobahnfahrt nach Hannover tuckern können. Kriegen sogar Sprit bezahlt. O_o

Mittwoch, März 01, 2006

Glückwunsch, es ist ein Informatiker

Die IT bekommt Zuwachs, zu fast unser aller Überraschung.
Unser neuer- Herr Veteran - kam einmal zu einem Vorstellungsgespräch (von dem ich nichts wusste) ins Haus und wurde uns von Frau Authority mal hingestellt.
Das nächstemal wo ich von neuen Mitarbeitern hörte war vom Chef, der das in einem Nebensatz fallen ließ.
Und heute war er da. Ok, wurde angekündigt (ca. 5 Tage vorher), aber er ist da.

Was mich nur wundert ist, dass es anscheinend keine anderen Kandidaten gab (oder ich wusste nichts davon) und das ich nicht beim Bewerbungsgespräch mit bei war. Der gute Mann wurde quasi über meinen Kopf hinweg eingestellt, was uns (die 'alte' IT) alle fragen läßt, wie eigenständig seine 'Initiativbewerbung' tatsächlich war.

Davon abgesehen macht der neue einen netten und erfahrenen Eindruck. Er kennt sich mit den Systemen aus die wir haben, hat ne Zeit lang freiberuflich als Consulter gearbeitet, kennt mehr Vertrieblertricks als ich (kein Kunststück) und ist älter als der jeder einzelne in unserer gesamten Etage. Aber kein Diplom, und das scheint wohl noch was Wert zu sein.
Mal sehen ob der damit klarkommt dass ein fast unerfahrener junger Furz ihm vorgesetzt ist. Fürs erste siehts aber aus als ob er die kumpelhafte Athmosspähre die wir haben zu schätzen weiß.

Hoffentlich ließt er meinen Blog nicht - vom Typ her ist er Zielgruppe. :)