Tagebuch eines Abteilungsleiters

Hier verarbeite ich meine Erfahrungen aus der Arbeitswelt (Abteilung Ellenbogengesellschaft) vom ersten Tag an. All die schönen Ereignisse, Intrigen und Problemchen die so anfallen wenn man frisch und unverhofft einen Haufen Untergebene bekommt die selbst gerne Chef wären.

Donnerstag, Januar 05, 2006

Leasing-Tricks

Betriebswirte finden Leasing toll, weil man dadurch alles anschaffen kann was man zum geldmachen braucht ohne die Kriegskasse zu plündern.

Leider kann man nicht alles leasen, wie z.B. Wartungsverträge oder - in vielen Fällen - Dienstleistungen.
Ok, einige Leasing-Firmen finanzieren auch Dienstleistungen, wenn auch nur in Verbindung mit einer "richtigen" Anschaffung (wie Server) und dann auch nur, wenn die Dienstleistungen höchstens vieleicht 20% des Anschaffungswertes betragen.
Kostet beispielsweise ein Server mit Software und Lizenzen 5000€ und Dienstleistungen auch 5000€, dann können die Dienstleistungen nicht geleast werden.
Um aber trotzdem noch Leasen zu können gibts aber zwei Tricks.
  1. Rechnungen aufsplitten.
    Eine Rechnung über 5000€ Zeugs + 1000€ Dienstleistungen und eine weiter Rechnung über 4000€ Restdienstleistung.
  2. Teuer einkaufen.
    Das Zeug nicht zum verhandelten Preis sondern zum Listenpreis kaufen und dafür den Preis für die Dienstleistungen drücken. Dann nur eine Rechnung über 8334€ Zeugs + 1666€ Arbeit und alles ist geleast.
Wahrscheinlich kriegt man bei letzterem irgendwann die Quittung in Form der Restwertzahlung, aber nicht mein Bier.
Wahrscheinlich ein alter Hut für die Finanzjongleure unter euch, aber für mich wars neu und bin sogar von selbst draufgekommen nachdem Frau Glod rumgenörgelt hat.

Ob das die Firmen mitmachen ist aber Verhandlungssache. :)

4 Comments:

At 9:15 vorm., Anonymous Funke said...

Naja kann später beim Lieferanten/Consultant Probleme geben, wenn da eine Steuerprüfung kommt. Sieht halt komisch aus, wenn die Hardware massiv unterm EK raus geht und Dienstleistungen überproportional verkauft/gemacht wird

 
At 10:17 vorm., Anonymous Labskaus said...

Ist völlig normal. Wenn man enge Bindungen an den Lieferanten hat, sind die Teile auf Bestellung A schweine teuer und auf Bestellung B kann man sich kaum retten vor Rabatt.
Zum einen steuert die Firma damit, aus welchen Topf das Geld kommt, zum anderen kann man damit die Abschreibewerte von einigen Sache relativ gezielt steuern.
Und zum thema Finanzamt - nur weil deine Leute teilweise "scheisse" verhandeln ist noch niemand angeklagt worden.

 
At 12:54 nachm., Anonymous Funke said...

Ich bin ja kein Finanzfuzzi, war nur eine vermutung von mir....

Wenn das gängige Praxis ist, wird das wohl ok sein

 
At 3:12 nachm., Anonymous Anonym said...

wir verleasen auch Wartung, so z.B.:

Wartungsvertrag über drei Jahre wird als Dienstleistung im Leasing mitaufgenommen, beim Abschluss des Projektes bekommt der Kunde ein Papier wo draufsteht: Wartung in den nächsten 3 Jahren kostenfrei danach beginn Wartungsvertrag.
Positiv für uns als Lieferant, Leasingsumme gibts direkt von der BAnk...

 

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