Tagebuch eines Abteilungsleiters

Hier verarbeite ich meine Erfahrungen aus der Arbeitswelt (Abteilung Ellenbogengesellschaft) vom ersten Tag an. All die schönen Ereignisse, Intrigen und Problemchen die so anfallen wenn man frisch und unverhofft einen Haufen Untergebene bekommt die selbst gerne Chef wären.

Samstag, Dezember 10, 2005

von: Glod cc: Schlips

cc (carbon copy) ist schon ne schöne Sache. Das Kürzel kommt übrigens von dem Carbon Paper (Durchschlagpapier) der Schreibmaschinenzeit und wird heute genutzt um eine Email zu bezeichnen, die an andere zur "Kenntnisnahme" weitergeleitet wird.
Mit anderen Worten: Zum Petzen.

Eine wunderbare Methode um Abläufe zu beschleunigen oder jemanden beim Chef anzuschwärzen ist also eine freundliche Nachricht zu verfassen, in der auf einen Missstand hingewiesen wird, der trotz äusserster Bemühungen des Absender nicht durch den Empfänger behoben wurde.
Chef sieht also, dass Empfänger Probleme bereitet und Empfänger sieht, dass Chef das sieht.

Hab ich also einen Vertrag Schefe zum unterschreiben vorgelegt und Frau Glod war nicht mit prüfen fertig (und hat von mir außerdem keinen neuen PC bekommen, aber das tut nichts zur Sache). War natürlich böse böse, weswegen ich auch eine Email-Rüge bekam inklusive cc an Schlips.
Ich entschuldigte mich natürlich und bemerkte in der Antwort, dass ich dachte, dass sie den Vertrag schon geprüft habe, da ich ihr den Vertrag zugemailt habe und gefragt habe, was der überhaupt bedeute (war nicht so ganz klar). Mit cc an Schlips.

Vieleicht sollte ich etwas zuvorkommender Frau Glod gegenüber sein und ihr doch einen Rechner spendieren, auch wenns vermutlich nichts bringt.
Und ich werde ihr ein Gespräch mit der Datev vermitteln um dem Geschwindigkeitsproblem auf den Grund zu gehen. Frau Valium von der Datev hilft immer sehr gerne und kompetent (auch wenn sie dazu tendiert, jeden Gesprächspartner einzuschläfern).
Frau Glod mag sie überhaupt nicht, aber wir müssen der Sache auf den Grund gehen.

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Und hier noch eine Tagebuchperle: I am a japanese School Teacher
Ein schwarzer Ami in Japan als Schullehrer. Wer denkt, unsere Kids sind verrückt und halb asozial, der kennt die japanischen Minimonster noch nicht. Zumindest aus deutschen Schulen ist mir nicht bekannt, dass die Blagen Lehrer verfolgen um a) ihnen den Schwanz zu drücken oder b) ihnen Finger das Arschloch hochzujagen.
Wünsche viel Spaß, wenn auch auf Englisch!

1 Comments:

At 11:11 nachm., Anonymous Anonym said...

der japanese school teacher ist im übrigen authentisch. eine freundin von mir ist derzeit in japan und kann von den eigenarten der dortigen menschen, speziell der jungen menschen, auch ein liedchen singen :-).

aber das tagebuch dieses lehrers liest sich grossartig :-).

achja, lass mich dir eine kleine weisheit auf den weg geben, bezüglich deiner investitions-dame. es gibt wenige menschen in firmen die wichtig sind, aber dazu gehören: sekretärinnen, der hausmeister, der pförtner und die buchhaltung. im zweifel ziehen sie dir entweder den hals aus der schlinge oder sie reiten dich in die scheisse. denen was spendieren macht einem das arbeitsleben sehr viel angenehmer.

 

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