Tagebuch eines Abteilungsleiters

Hier verarbeite ich meine Erfahrungen aus der Arbeitswelt (Abteilung Ellenbogengesellschaft) vom ersten Tag an. All die schönen Ereignisse, Intrigen und Problemchen die so anfallen wenn man frisch und unverhofft einen Haufen Untergebene bekommt die selbst gerne Chef wären.

Donnerstag, November 10, 2005

Wenn der Support zwanzigmal klingelt ...

Entweder arbeite ich zuviel oder ich habe mir einen der gerade grassierenden Viren oder sowas eingeschnappt. Mir wurde heute schwindelig als ich zum Mittagstisch ging und hatte die ganze Zeit ein etwas flaues Gefühl.

Vieleicht auch nur ein wenig Stress. Frau Glod war mit der gestrigen Korrektur nicht vollends zufrieden und von Frau Domina aus der Abteilung Human Resources gabs einen verspäteten Anschiss wegen gestern. Den soll ich natürlich weiterreichen (seufz).
Dann schmiss an uns mit Klamotten zu die eigentlich Hausmeisterarbeit wären (hi Üzgül, hab was für dich), es kamen dutzende Support-Anfragen weil eine unserer vernetzten Software auf einmal meinte, sie sei frisch installiert.
Und: Menüleisten verschwanden und ein verwirrtes Profil machte das Arbeiten bei wem unmöglich.
3 Stunden rumtelefoniert bis ich den Mist wegbekam; die Lizenzkacke verschwand von selbst.
Sofort dokumentiert und Üzgül gezeigt. Beim nächstenmal kann er das auch korrigieren, bzw. beim nächstenmal muss er sich was besseres einfallen lassen - bin immer noch nicht ganz sicher wie der Haase läuft.

Achja, Root ist vom Haken, der Ausrutscher vergessen, dass konnte ich mit Herrn Schlips klären.
Und bevor jemand denkt ich sei auf einmal zum philantrophischen Abteilungsengel mutiert: Wie sähe es denn aus wenn ich alle Verantwortung für den Zwischenfall auf Ihn abgewälzt hätte ? Nee, dann lieber einen auf Chef-der-seine-Leute-schützt machen.

Im Nachhinein war das gestern übrigens eine komische Situation für mich. Aus Roots Augen sah das ja so aus: "AuverdammtichhabMistgebaut,hoffentlichnixschlimmespassiert.
WobleibtbloßFrischling?DeristschonneStundebeiSchlips."

Und als ich endlich unten ankam mit dem Anschiss und der Schadensanalyse (war übrigens nicht sein einziger Fehler an diesem Tag) hab ich ihn ruhig und verständnisvoll darüber informiert was ausserhalb seines Horizonts vorging. Der Mann hing an meinen Lippen.
Seltsames Gefühl. Naja, spätestens wenn mir Leute an den Lippen hängen wenn ich keinen Anschiss überbringe werde ich herausfinden ob ich das Zeug zum Größenwahn habe. :D

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