Tagebuch eines Abteilungsleiters

Hier verarbeite ich meine Erfahrungen aus der Arbeitswelt (Abteilung Ellenbogengesellschaft) vom ersten Tag an. All die schönen Ereignisse, Intrigen und Problemchen die so anfallen wenn man frisch und unverhofft einen Haufen Untergebene bekommt die selbst gerne Chef wären.

Mittwoch, November 02, 2005

Hotlines v2.0

kennt ihr die Situation: Ihr habt ein Problem mit einem frisch gekauften Produkt und wisst nicht weiter ? Selbst RTFM bringt nix und die Kumpels ebensowenig ? Der einzige Ausweg:

Die Hotline

Der Idealfall: Erfahrener Techniker sitzt am Telefon der Antworten auf jede noch so dumme Frage weiß. Keine Frage erscheint einem zu peinlich, denn der Techniker zeigt Verständnis und liebt seinen Job. Ein Anruf genügt und man geht klüger und erfolgreich auf dem Gespräch hinaus.

Nun, sowas gibts, kanns sogar bezeugen, aber die trostlose Wirklichkeit stopft einen Haufen gestresster Studenten oder Schüler mit Pickeln in einen großen Raum und erwartet nach einer 2-tägigen "Schulung", dass dieses unterbezahlte Volk die Arbeit eines erfahrenen (und teuren) Technikers erledigt. Fairerweise muss ich anmerken, dass viele der angestellten Flaschen an deren Leistung gemessen sogar überbezahlt erscheinen.

Ein Glück, dass das Bildtelefon noch nicht in Mode gekommen ist, sonst hätte ich heute dem Monitor eine reingehauen. Was mir heute an der Hotline begegnet ist grenzt fast schon an Telepathie!
Ich bekam auf eine Frage nur 4 Worte als Antwort, habe dank seines Tonfalls aber ziemlich deutlich gehört: "..., du blöder Idiot, was denn sonst? Und mach endlich Schluss, ich hab heut nen anstrengenden Tag hinter mir, schon über 6 Stunden hier gesessen."

Tipp für alle , die auf Support Wert legen: Darauf achten, das die Dienstleister keine kostenpflichtige Hotlines haben, sondern Key Account Manager.
Kann nicht schaden auch zu den Key Accounts zu gehören. War ich offensichtlich nicht. Grrr.

Einen schönen Dank an alle kompetenten Hotliner!
Und gesegnete Arbeitslosigkeit für die pickeligen Möchtegern-Supporter.

Und zum Abschied noch ein cooles Tool von Google: http://picasa.google.com/index.html
Das Ding fischt alle Bilder, die sich auf dem Computer verstecken raus und präsentiert sie geordnet auf dem Bildschirm.
Und dabei ist das Ding sowas von unglaublich schnell in der Darstellung ... schwer zu beschreiben, muss man ausprobiert haben. :)
Viel Spaß!

2 Comments:

At 7:35 nachm., Anonymous Uwe Keim said...

Eine Hotline habe ich noch nie nie nie benutzt. Eher würde ich mir alle Extremitäten abhacken lassen, als eine Hotline zu benutzen.

Aber ich weiß ja nie was noch so alles kommt...

 
At 11:32 vorm., Anonymous Sebi said...

Besser als schlechte unfreundliche Antworten von jugendlichen Hotlinern sind Antworten von Profi Technikern die sich nach der Fehlerbeschreibung mit einem "Hmmmm... Das ist aber komisch... Sowas hatten wir noch nie... Ich frage mal bei denen die es geschrieben haben und rufe sie in X Stunden zurück..." verabschieden.

Das allerbeste ist, wenn dann nach X Stunden das Telefon klingelt (natürlich konnte man die X Stunden die seit dem vergangen sind nichts arbeiten) und man zu hören bekommt das selbst die Leute, die das produkt verbrochen haben, nicht wissen wie es zu so einem Fehler kommen kann und leider auch keine Ahnung haben wie man ihm aus dem Weg gehen kann.

Außerdem muss man sagen, dass auch junge Hotliner kompetente auskunft geben können, da die meisten anfragen bei der Hotline eh auf das nicht lesen der Anleitung bzw. totale ahnungslosigkeit zurück zu führen sind ("Mein Internet geht nicht..." [...] "Warum rufen sie gerade vom Handy an?" "Mein Haustelefonanschluss ist defekt...")

 

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